Freundeskreis der Schloßfledermäuse Tübingen e.V.
Freundeskreis der Schloßfledermäuse Tübingen e.V.   

Wissenswertes über Fledermäuse

Herkunft
Fledermäuse existieren in Deutschland seit etwa 50 Mio. Jahren. Anhand von Fossilien (Versteinerungen) aus der Grube Messel bei Darmstadt kann man erkennen, dass sie bereits Flughaut und die Fähigkeit zur Echoortung besaßen. Die "Urfledermaus" wurde noch nicht gefunden, so dass wir nicht wissen, wie sich die Fledertiere zu aktiven Fliegern entwickelten.
Fledermäuse gibt es auf der ganzen Welt, außer den Polkappen und einzelnen Inseln.

 

Die meisten Arten fressen Insekten, es gibt aber auch Spezialisten, die Fische, Amphibien, Reptilien, Vögel oder Kleinsäuger fressen. Manche Arten fressen auch kleinere Fledermäuse. In Nordamerika fängt eine Art große äußerst giftige Skorpione. Hochspezialisiert sind einige tropische Blütenbesucher. Sie ernähren sich von Nektar und Pollen, dadurch übernehmen sie die wichtige Rolle des Blüten bestäubens. In Süd- und Mittelamerika leben drei blutleckende Arten. Zwei Arten ernähren sich von Vogelblut und eine Art von Säugetierblut.
 

Die meisten Fledermäuse sind relativ klein. Die größte Flügelspannweite ist etwa 70 cm, die kleinste aber nur knapp 14 cm. 1973 wurde in Thailand die Hummelfledermaus entdeckt. Sie hat ein Gewicht von 2 g und eine Kopf-Rumpflänge von 29-33 mm. Sie wird neben der Etruskerspitzmaus als das kleinste Säugetier der Welt bezeichnet.


Flughunde leben nur in den Tropen Asiens, Afrikas und Australiens. Sie ernähren sich von Früchten, Blüten, Nektar und gelegentlich von grünen Blättern. Einige große Arten haben eine Flügelspannweite von bis zu 2 m, die kleinsten 24 cm. Ihre großen Augen dienen den Flughunden zur Orientierung. Einige Arten von Höhlenflughunden verfügen über ein Echoortungssystem. Die Ortungssignale werden in der Schnauze durch Klicken mit der Zunge erzeugt, und nicht wie bei den Fledermäusen mit den Stimmbändern im Kehlkopf.    

Lebensräume
Das Jagdrevier der Fledermäuse ist die Luft. Fledermäuse jagen wie insektenfressende Vögel in vielen verschieden Biotopen. In Wäldern, Gärten, Steuobstwiesen, an Flüssen und Seen, auch in Städten und Dörfern.
Fledermausarten mit schmalen langen Flügel, wie der Große Abendsegler, jagen im freien Luftraum über den Bäumen. Fledermäuse mit kurzen breiten Flügeln, Breitflügelfledermaus, jagen zwischen  Bäumen oder Häusern. Das Große Mausohr beherrscht die Bodenjagd auf Laufkäfer und Maulwurfsgrillen.
Die Langohren können Spinnen an Blättern krabbeln hören und die im Rüttelflug abzupfen.
Durch ihre unterschiedliche Jagt kommen sich die verschiedenen Arten nicht in die Quere.
Sind die Fledermäuse nicht auf Nahrungssuche brauchen sie ein sicheres Quartier, das sie vor Kälte, Nässe und Feinden schützt.
Es gibt Fledermäuse, die bevorzugen hohle Bäume und andere Fensterläden oder Dachböden. Geeignete Quartiere sind für Fledermäuse überlebenswichtig.
Um Fledermäuse zu beobachten, setzt man sich am besten an einem warmen Sommerabend in den Garten und wenn man Glück hat fliegt zur Dämmerung eine Fledermaus durch. Ein Teich oder Flussufer ist auch sehr geeignet zum Beobachten, wenn die Fledermäuse zum Trinken und zum Jagen kommen.

 

Quartiere
Sommerquartier fasst drei Funktionen zusammen: Tagesquartiere werden nach dem Winterschlaf auf dem Zug zu den Wochenstuben aufgesucht. Die Fledermäuse verbringen hier einzeln oder in kleinen Gruppen den Tag, um nachts auf die Jagd zu fliegen.
Wochenstuben werden von vielen Weibchen gemeinsam bezogen, um ihre Jungen zu gebären und aufzuziehen.
In den Sommermonaten leben die Männchen vieler Arten alleine in ihren Tagesquartieren, bei manchen Arten bilden sich auch Gruppen von männlichen Tieren z.B. großer Abendsegler und Zweifarbfledermäuse, es wurden auch schon gemischte Gruppen gesehen.
Paarungsquartiere sind oft identisch mit den Tagesquartieren: hier treffen sich die Männchen und Weibchen nach der Jungtieraufzucht um sich zu paaren. Während ortstreue Arten wie die Zwergfledermaus und die Breiflügelfledermaus und Fledermäuse in Südeuropa die genannten Quartiere in der nächsten Nachbarschaft suchen, legen wanderfreudige Arten, großer Abendsegler und Zweifarbfledermaus, in Nord und Mitteleuropa größere Entfernungen zwischen ihnen zurück.
Der Zug in die Winterquartiere ist oft weiter als 1000 km.
Als „unheimliche Schatten" können Fledermäuse plötzlich und unerwartet in der eigenen Wohnung auftauchen - etwa hinter gekippten Fenstern in den Gardinen hängend oder wenn im Sommer die Fenster offen stehen für eine kurze Tour durchs Wohnzimmer.
Das heißt dann Ruhe bewahren und Licht aus, dann fliegen sie meist gleich wieder raus. Die Tiere sind bei näherer Betrachtung nur „unheimlich" klein und harmlos und können abends vorsichtig wieder hinaus geleitet werden.  

 

 

Winterquartiere
Ein Winterschlafquartier brauchen die Fledermäuse um sicher durch den Winter zu kommen. Geeignete Quartiere sind Höhlen, auch Baumhöhlen, hinter Verschalungen an Häusern große Stapel Holz. Das Quartier muss frostfrei sein, sonst gibt es Erfrierungen,die relative Luftfeuchtigkeit muss sehr hoch sein, mindestens 80 % besser 90 %. Der Hang- bzw. Schlafplatz muss zugfrei sein und ausreichend rauh damit man sich bequem hinhängen kann.
Fledermausarten, die ursprünglich in Naturhöhlen überwintern, hatten lange Probleme, sich im Norden ihres Verbreitungsgebietes zu behaupten. Viele Höhlen sind im Winter zu kalt, die wenigen tiefen und somit frostsicheren Höhlen werden von vielen Arten und tausenden Tieren gleichzeitig benutzt. Menschliche Bauwerke brachten dann jahrhundertelang Erleichterung: Bergwerksstollen, Bunker, Weinkeller aber auch Burgen und Kirchen waren für eine frostfreie Überwinterung geeignet. In alten Gebäuden hat man winterschlafende Fledermäuse hinter Bildern, in Mauerrissen und Wandlöchern, zwischen Balken und Mauern, im Dachstuhl unter Dachsparren und an vielen anderen Stellen in der Nähe des Menschen gefunden.
Baumbewohnende Fledermäuse, die in tiefen Höhlen alter Bäume überwintern, „erobern" Hohlräume in dicken Mauern und Dachböden, die durch die aufsteigende Wärme des Hauses frostfrei sind. Diese fledermausfreundliche Zeit wurde im 20. Jahrhundert unterbrochen als man begann, alte Stollen und Kellergewölbe als Gefahrenquelle zu zumauern, alte Bauwerke abzureißen oder zu modernisieren (zu isolieren) und Neubauten ohne Zugänge zu errichten um den Wärmeverlust zu verhindern. Gleichzeitig fielen einer modernisierten Forstwirtschaft die ökologisch so wichtigen uralten Baumriesen zum Opfer.

 

Fortpflanzung
Die Paarung bei Fledermäusen findet im Spätsommer- Frühherbst statt. Das Weibchen bewahrt den Samen in einer Samentasche den Winter über auf. Wenn im Frühjahr die Tage wärmer werden und es genügend Futter hat kommt es zum Eisprung und die Befruchtung findet dann ganz ohne das Männchen statt. Bei wenigen Arten kommt auch eine Begattung im Frühjahr vor. Die Schwangerschaftsdauer lässt sich schwer bestimmen, zwischen 45 und 70 Tagen. Die Weibchen finden sich dann in sogenannten „ Wochenstuben" zusammen. Je größer die Gruppe um so größer die Überlebenschancen für die Jungtiere. In der Regel wird nur ein Junges zur Welt gebracht, bei machen Arten kommen auch Zwillingsgeburten vor. Die Jungen werden 6-8 Wochen gesäugt. Die Jungen kommen nackt und blind zur Welt, sie können ihre Körpertemperatur noch nicht selber halten. Die Mutter fliegt in den ersten Wochen nur Stundenweise zur Jagd, sonst hängt das Kleine ständig an der Zitze und wird von der Mutter gewärmt. Nach wenigen Tagen öffnen sich die Augen und das Fell beginnt zu wachsen. Sind die Fledermauskinder etwas älter, kommen sie in den „Kindergarten", die Mutter ist dann nur noch für die Milch da. Junge Fledermäuse vom letzten Jahr oder kinderlose Fledermausweibchen übernehmen die Erziehungsarbeit: Sozialverhalten, Flug- und Jagdtraining.

 

Echoortung
Zur Orientierung in der Nacht bedarf es hoch entwickelter Sinnesorgane. Fledermäuse nutzen die Echoortung in zwei verschiedenen Techniken.
Typisch für Glattnasen (Vespertilionidae), so gut wie alle heimischen Fledermäuse, ist die einfache Echoortung mittels knatternder Laute, die im Kehlkopf erzeugt und durch die Mundspalte ausgesandt und deren Echos durch die Ohren wieder aufgefangen werden. Aus der Zeitdifferenz zwischen Ausstoßen des Ultraschalls und Empfang des Echos ermitteln die Fledermäuse die Entfernung zum Hindernis oder der Beute, aus der Zeitdifferenz zwischen dem Empfang im linken und rechten Ohr die Richtung .
Das funktioniert nicht beim Fressen (voller Mund spricht undeutlich). Typisch für die Hufeisennasen (Rhinolophidae) ist eine höher entwickelte Peilung mittels länger anhaltender Ultraschalllaute, die durch die hufeisenförmige Nasenöffnung ausgesandt werden - auch bei geschlossenem Mund. Hufeisennasen können die Form der Nasenöffnung verändern und damit den Schallkegel ihrer Rufe der Entfernung anpassen. Aus der Intensität des Echo erkennt sie die Entfernung, mit schon einem Ohr die Richtung. Dieses System funktioniert auch beim Fangen und Fressen (voller Mund). Beide Techniken kommen bei einigen exotischen Fledermäusen sogar kombiniert vor. Aufgrund der hohen Frequenz kann der Mensch diese Ortungs- und Jagdlaute nicht hören. Dazu benötigt man sogenannte Batdetektoren, die die Laute für uns hörbar umwandeln. Kinder können manchmal noch die Laute von großen Abendseglern wahrnehmen. In ihrem bekannten Jagdgebiet fliegen Fledermäuse solange sie nicht jagen nach Landkarte im Gedächtnis. Das ist normalerweise kein Problem, wenn nicht der Mensch mit dem Auto fahren würde oder von heute auf morgen Gerüste und Baukran aufstellen würde. Solche Unfälle wenn man gegen solche Hindernisse fliegt, gehen selten gut aus.

 

Nahrungssuche
Europäische Fledermäuse ernähren sich von Insekten z.B. Spinnen, Nachtschmetterlingen, Käfern oder deren Raupen. Es wurden in Spanien im Magen von Riesenabendseglern schon andere kleine Fledermäuse und Vögel gefunden. Es sollen auch schon fischfressende Fledermäuse gefunden worden sein (sehr großer Hunger) Frucht und Pollen fressende Fledermäuse gibt es in Nord- Mittel und Südamerika.
Die Blut leckenden Fledermäuse kommen nur in Südamerika vor. Drei Arten, keine größer als ein großes Mausohr. Zwei Arten lecken Vogelblut und eine Art geht an Säugetiere, wenns nichts anderes gibt wird auch mal ein Mensch gebissen. Die Gefahr für den Mensch ist dann die Tollwut, die durch die Vampirfledermaus übertragen werden kann.
Europäische Fledermäuse, die an dichtere Vegetation gebunden sind, jagen niedrig über Waldwegen, Lichtungen und Waldwiesen. Schnellflieger jagen oberhalb der Baumkronen und über Seen und Teichen. Auch in der Nähe von Menschen finden sich geeignete Reviere: etwa an Straßenlaternen, die mit ihrem Licht Nachtinsekten anlocken, und in Gärten, und dies sogar in Großstädten, wo kaum ein Städter ihre Anwesenheit vermutet. Gefangen werden geortete Insekten auf verschiedene Weisen:-Die meisten europäischen Fledermaus- Arten „keschern" ihre Beute mit der Schwanzflughaut, packen sie dann mit den Zähnen und fressen sie im Flug oder suchen sich einen Platz um in Ruhe zu fressen. Der Vorteil der aufgespannten Schwanzflughaut ist die Größe: die Trefferquote ist höher als mit dem kleinen Maul. Kleine Insekten, die langsam und behäbig fliegen, fängt die Fledermaus direkt mit dem Maul. Versucht die Beute zu entkommen wird sie mit der Flughaut, wie mit einer Hand, in die Schwanzflughaut geschleudert und wird dann gefressen.
Auf der Wasseroberfläche strampelnde oder am Boden laufende Insekten werden zielsicher mit den Füßen gefangen. Auf der Suche nach Insekten rufen Fledermäuse je nach Umgebung zwischen 5 und 20 mal pro Sekunde: zwischen Bäumen müssen sie sich durch häufigere Ortungsrufe ein genaueres Lautbild machen als im freien Luftraum. Ist ein Insekt geortet, wird die Häufigkeit der Laute erhöht, damit es trotz Fluchtversuchen nicht entkommt: bis zu 200 Rufe in der Sekunde sind bei Annäherung an die Beute für einen kurzen Moment möglich. Die Beute ist auch nicht dumm: verschieden Nachtfalter hören die Ultraschall-Laute und lassen sich blitzschnell fallen.

 

Anatomie
Kopf :

Fledermausköpfe sehen oft etwas skurril aus: Die im Verhältnis zur Kopfgröße auffallend große Ohren, besonders die der „Langohren", die kleinen frontständigen Knopfaugen, das Mäulchen mit den spitzen Zähnen und schließlich die Nase der so treffend bezeichneten „Hufeisennasen" ,sind allesamt Anpassungen an die Insektenjagd per Echoortung. Die großen Ohren müssen das Echo der Ultraschallrufe auffangen und das krabbeln von Käfern und Spinnen wahrnehmen können. Ein senkrechter Ohrdeckel, der Tragus, verändert vorteilhaft das eintreffende Signal/Echo.Die kleinen Augen brauchen nicht, wie bei anderen nachtaktiven Tieren nachtsichtig zu sein, für die räumliche Orientierung bei Tag reichen sie völlig aus.
Das Gebiss ist genau richtig für die harten Panzer einiger Insekten.
Die außergewöhnlich geformten Hufeisennasen der gleichnamigen Fledermausarten ermöglichen ihren Besitzern das Rufen durch die Nasenöffung mit geschlossenem Maul.Bleibt noch die Frage, warum manche Arten kleine andere größer Ohren haben. Es gibt zwei Gründe dafür: Arten, die im kleinräumigen Luftraum geschlossener Vegetation z.b. an Hecken und im Unterholz der Wälder, auf krabbelnde Beute, Laufkäfer, Jagd machen, brauchen ein besseres Gehör und somit größere Ohren als reine Luftjäger, wie der große Abendsegler.

 

Arme:
Anders als die Vögel, deren Finger zurück gebildet sind, fliegen Fledermäuse mit den Händen. Nur der Daumen hat seine ursprüngliche, kurze Form beibehalten; der zweite Finger besteht nur aus einem Glied, der dritte aus drei Gliedern, der vierte und fünfte aus jeweils zwei Gliedern.Der zweite und fünfte Mittelhandknochen sind stark verlängert, und die Elle ist verloren gegangen, so dass der Unterarm nur noch aus einem Knochen der Speiche besteht.Wie bei den Vögeln verrät die Flügelform das Flugvermögen: lange schmale Flügel sind charakteristisch für schnelle Flieger im offenen Gelände, großer und kleiner Abendsegler, lange breite Flügel sind typisch für langsame Jäger,Breitflügel und Großes Mausohr, ebenfalls im freien Luftraum und kurze breite Flügel für die langsameren wendigeren Flieger,Braunes und Graues Langohr, in dichter Vegetation.

Flughaut:
Die Flughaut, zwischen Schulter, Fingerspitzen und Schwanz, besteht aus zwei Schichten Haut, sie ist sehr elastisch. Die Flughäute sind unbehaart, nur bei der Rauhhautfledermaus ist die Schwanzflughaut etwa zur Hälfte mit Fell bedeckt. Eine intakte unbeschädigte Flughaut ist für die Fledermaus über- lebenswichtig, deshalb verbringt Sie Stunden damit sie zu putzen und einzucremen. Die dazugehörigen Drüsen sitzen auf der Nase.

Beine:
Typisch fürFledertiere ist das Hängen mit dem Kopf nach unten: so ist ein schneller Start bzw. eine schnelle Flucht möglich. Die Glattnasen Fledermäuse ruhen und halten ihren Winterschlaf auch liegend, da sie sich laufend und hüpfend fortbewegen und mit einem kurzen Sprung in die Luft auffliegen können. Tagsüber, in der Tagschlaflethargie, sind sie liegend zu ungeschützt deshalb hängen sie da an Wänden und von Decken um vor ihren Feinden sicherer zu sein.Die fast ausgestorbenen Hufeisennasen sind am Boden immer hilflos, da sie ihren Körper nicht einmal anheben können. Sie findet man nur hängend.Erleichtert wird das Hängen an Wänden dadurch, dass die Füße nach hinten weisen, nicht nach vorne wie bei anderen Säugetieren. Die Krallen der Füße werden allein durch das Gewicht des Tieres gekrümmt, so dass die Fledermaus ohne Kraft aufzuwenden auch im (Winter-) Schlaf und sogar im Tod hängenbleiben kann. Ein vom Fußgelenk nach innen zum Schwanz hin ragender knöcherner Sporn spannt die Schwanzflughaut. Oberhalb des Sporns sind die Beine in der Regel in die Flughaut einbezogen, sie spannen die Schwanzflughaut oder falten sie zusammen.

Schwanz:
Der Schwanz der europäischen Fledermäuse, außer der Bulldoggfledermäuse, ist fast völlig in die Schwanzflughaut einbezogen.Er spannt die Flughaut im Flug auf.

 

Haare:
Fledermäuse besitzen keine wasserabweisenden Haare. Das Bauchfell ist in der Regel heller als der Rücken.Jungtiere haben eine etwas andere Fellfarbe als Alttiere. Die Fellfarbe ist von Art zu Art unterschiedlich, aber es gibt auch Unterschiede innerhalb der Art. Zur Paarungszeit bekommen die Männchen auch ein prächtigeres Fell.
Geschlechtsmerkmale:
Die Brustdrüsen/Zitzen weiblicher Fledermäuse liegen mehr seitlich im Bereich der Achselhöhlen. Sie sind bei säugenden Weibchen gut zu erkennen. Zweifarbfledermaus Weibchen haben sogar 2 Paar Zitzen.Der Penis bei Männchen ist meist auch gut zusehen. Die Färbung und Form ist bei jeder Art anders.Eine Fledermaus sollte man nicht auf den Rücken drehen, bei Weibchen ist das kein Problem, aber ein Männchen kann deswegen richtig zubeißen.Sie möchten nicht das man auf ihr bestes Stück schaut.

 

Arten
Reich: Tiere
Stamm: Chordatiere ( Innenskelett, Rückenstab oder Wirbelsäule )
Klasse: Säugetiere
Ordnung: Fledertiere -Chiroptera -
Unterordnung: Fledertiere
In Deutschland gibt es 23 Arten Fledermäuse

Überfamilie: Blattnasen
1.Familie: Hufeisennase - Rhinolophidae -
Gattung : Hufeisennasen
Art :

Große Hufeisennase - Rhinolophis ferrum-equinum -
Kleine Hufeisennase - R.hipposiderus-

Überfamilie : Glattnasen - Verspertilionidae-
Gattung: Mausohren -Myotis-
Art:

Kleine Bartfledermaus - Myotis mystacinus -
Große Bartfledermaus - Myotis brandti -
Wimpernfledermaus - Myotis emarginatus -
Fransenfledermaus - Myotis nattereri -
Bechsteinfledermaus - Myotis bechsteini -
Großes Mausohr - Myotis myotis-
Wasserfledermaus - Myotis daubentoni -
Teichfledermaus - Myotis dasycneme -
Nymphenfledermaus - Myotis alcathoe

Gattung:

Zwergfledermäuse -Pipistrellus-
Art:
Zwergfledermaus -Pipistrellus pipistrellus -
Mückenfledermaus - Pipistellis pygmaeus
Rauhhautfledermaus - Pipistrellus nathusii-

Gattung:

Alpenfledermaus - Hypsugo-
Art:
Alpenfledermaus - Hypsugo savii

Gattung:

Abendsegler -Nyctalus -
Art:
Kleiner Abendsegler - Nyctalus leisleri
Großer Abendsegler - Nyctalus noctula-

Gattung:

Breitflügelfledermäuse -Eptesicus-
Art:
Nordfledermaus -Eptesicus nilsonii-
Breitflügelfledermaus - Eptesicus serotinus-

Gattung:

Zweifarbfledermäuse -Vespertillio-

Art:
Zweifarbfledermaus -Vespertillio murinus-

Gattung : Mopsfledermäuse -Barbastella-
Art: Mopsfledermaus -Barbastella babastella-

Gattung: Langohrfledermäuse -Plecotus-
Art:
Braunes Langohr -Plecotus auritus-
Graues Langohr -Plecotus austriacus

Gattung : Langflügelfledermäuse - Miniopterus-
Art:
Langflügelfledermaus -Miniopterus schreibersi-

 

seit 1.3.2017

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